Frohe Ostern


Echte Schmunker wissen es längst – Ostern ist ein wunderbarer Anlass, um die Menschen um einen herum zu schmunken. Dabei ist es völlig gleichgültig, ob mit enormem materiellen Einsatz gearbeitet oder ob mit Liebe und Geduld gebastelt wird – alles, was bei einem anderen ein Schmunzeln hervorruft, tut uns allen gut. Viele der Bräuche, die das gemeinsame Osterfest verschönern, werden von einer Generation an die nächste weitergegeben. So gibt es Gegenden, in denen kunstvoll bemalte Eier in mühevoller Handarbeit gefertigt und schöne Gestecke gestaltet werden. Und es gibt Regionen, die großen traditionellen Wert auf eine spezielle Osterküche legen, in denen also mit großem Aufwand gekocht und gebacken wird.

Für die Kleinen ist es meist das Schönste, wenn schmackhafte Süßigkeiten vom Osterhasen versteckt werden. Die Suche und die Freude am Auffinden der meist schokohaltigen Leckereien ist für alle ein Vergnügen. Allerdings gibt es auch hier einige Regeln, die es zu beachten gilt, damit das Ostersuchspiel eine wirkliche Freude für alle Beteiligten bleibt:

Ab Gründonnerstag sollte der Wetterbericht genau verfolgt werden. Wird es über die Feiertage schon sehr warm, muss der durchschnittliche IQ der suchenden Kinder berücksichtigt und damit verbunden die durchschnittliche Suchdauer berechnet werden, um zu verhindern, dass die versteckten Schokoeier noch vor dem Auffinden in den Boden sickern und nicht mehr in ihrer Gänze gefunden werden können. Gleiches gilt, wenn Frost angekündigt ist. Hier empfiehlt es sich, den suchenden Kleinen ausreichend technische Hilfsmittel für eine erfolgreiche Suche an die Hand zu geben. Übriggebliebene Silvesterkracher beispielsweise eignen sich hervorragend, um etwas zu tief versteckte Eier aus dem gefrorenen Boden herauszusprengen.

In den letzten Jahren hat sich der Brauch des Versteckens auch immer mehr auf die Erwachsenenwelt ausgedehnt. Auch hier ist peinlich genau darauf zu achten, was versteckt wird und wie gut versteckt wird. Eine kleine Gemeinde im südlichen Allgäu soll schon einmal stundenlang mit Mann und Maus nach einem sehr wertvollen Diamantring gesucht haben, den ein leicht angetrunkener Dorfbewohner nachts für seine Angebetete versteckt hatte. Gefunden hat das gute Stück angeblich der Dorfwirt, dem sein Fund beträchtliche Umsätze beschert haben soll. Die Frage bleibt, ob sich Pretiosen und andere Luxusgüter tatsächlich für diese Form des Verschenkens eignen. Man stelle sich nur vor, man würde im wolkenlosen Morgengrauen den Gegenwert des nächsten Karibikurlaubs in 50-Euro-Scheinen im heimischen Garten verstecken und es brächen monsunartige Regenfälle aus, die das Geld zum Nachbarn hinüber spülen würden. Und übrigens: In den Dörfern und Städten an der polnischen Grenze zum Beispiel können die wenigsten darüber lachen, wenn Neu-Fahrzeuge versteckt werden.

In diesem Sinne – ein frohes Osterfest!

Gepostet am 27.03.2013


Wenn Werbung dumm macht oder Black Beauty kann Hackfleisch

Ich habe mich gefragt …

… wann die Größen der Werbebranche ein Einsehen haben und damit aufhören werden, uns per Kurz-Werbe-Slogan systematisch zu verdummen?

Jahr für Jahr pumpen die großen, deutschen Markenartikler und die meisten der Global Player Milliarden in die Werbung. Die mit riesigen Budgets versehenen Werbeagenturen, oft selbst schon Großunternehmen, setzen ihre brillantesten Köpfe daran, uns Verbrauchern ein Bedürfnis einzupflanzen, das wir in der Vielzahl der Fälle bis zum Kontakt mit der Werbebotschaft noch nicht hatten.

Wenn uns dann in Fernsehen, Radio, Zeitungen und Zeitschriften hunderte Male gesagt wird, dass wir ja täglich dreimal Hunger haben und für die bestmögliche Lösung dieses Problems ein hässlicher, gelber Clown mit roter Nase steht, wehrt sich unser Unterbewusstsein eine Zeitlang, bevor es kapituliert. Und beim tausendsten Werbespot wissen wir, dass wir McDonalds lieben, und können gar nicht mehr anders: Heißhungrig beißen wir in eines der Fast-Food-Erzeugnisse und fühlen uns in der atmosphärisch bedenklichen Nachbildung eines Restaurants sogar zuhause. Natürlich registrieren wir, dass das internationale Serviceteam uns nicht wirklich versteht und unsere Bestellung nur aufnehmen kann, wenn wir unsere Worte mit Händen und Füßen verdeutlichen. Und obwohl wir wissen, dass in Minutenschnelle servierte Mahlzeiten vermutlich weniger gesund sind als Omas gut bürgerliche Qualitätskost, haben uns die Werbefachleute so lange penetriert, bis wir alle inneren Stimmen überhören und ihre Botschaft hilflos nachplappern: McDonalds – ich liebe es.

Dabei ist das noch alles halb so schlimm. Davon werden wir dick und leben ungesünder als nötig, behalten aber zumindest unser Denk- und Sprachvermögen. Schlimmer ist, dass eben jene Beeinflusser kompletter Gesellschaftsschichten in eine Richtung agieren, die einer ganzen Volkswirtschaft schadet. Unser Staat investiert Unsummen unserer Steuergelder in Bildung. Wir sollen die deutsche Sprache als wichtiges Gut und Basis erfolgreichen Zusammenlebens verstehen und diese Grundlage anwenden lernen. Diese gute Absicht  torpedieren die Werbestrategen gewissenlos wie permanent und verstecken sich hinter der für sie wichtigsten Prämisse werblichen Geldverdienens: Zeit ist Geld und Platz ist Geld. Das bedeutet, ein Slogan ist nur so gut, so kurz er ist. Mit diesem Argument bewaffnet, wird die Werbeschere brutal angesetzt und gerne in Kauf genommen, dass sprachlich unsichere Zeitgenossen vollends verwirrt werden und sich eines minderwertigen Sprach-Kauderwelschs bedienen.

Ich weiß gar nicht mehr, wann es angefangen hat. Zehn Jahre ist es bestimmt schon her. Dunkle, schemenhafte Erinnerungsfetzen an eine buntgekleidete Verona Feldbusch/Pooth, die grell geschminkt Da werden Sie geholfen! in die Kamera trällert, lassen es mir kalt über den Rücken laufen. Es ist schon klar, dass der damalige Anbieter einer Telefonauskunft dem Unterbewusstsein des Durchschnittsbürgers gerade über die textliche Fehlerhaftigkeit dieser Aussage einen Merk-Anker implementieren wollte – aber denkt denn in einer Multi-Kulti-Gesellschaft, die sich mit unserer ursprünglichen Sprache immer schwerer tut, niemand an die Folgen? Heute rückt man einer ganzen Nation mit der Parole Soo muss Technik! des Elektronikgiganten Saturn zuleibe. Jedem, der über die Grundschule hinausgekommen ist, tut dabei wenigstens ein Ohr weh. Die Konkurrenz Redcoon nimmt das zweite Hörorgan ins Visier und zieht mit So viel billig gab`s noch nie in die Schlacht, in der es keine Gewinner gibt. In einem anderen Spot bestärkt der dümmlich grinsende Lebensmittelfachmann den Kunden Kaya Yanar – Na, kaufst du wieder EDEKA? – und verwässert damit das wirklich schlüssige, inhaltliche Konzept der Unternehmensgruppe für jeden, der unsere Sprache liebt.

Grandios wird es, wenn kleine und mittlere Unternehmen auf diesen Zug ins sprachliche Abseits aufspringen und es mühelos schaffen, auch ohne die Hilfe von Profis Eigentore zu kreieren, die einem die Haare zu Berge stehen lassen. Mit Grauen habe ich die Aufschrift auf der Tüte gelesen, in die die Fleischfachverkäuferin bei meinem Lieblingsmetzger die Wurst eingepackt hat. Fleischveredler steht in großen Buchstaben darauf. Zwar richtig geschrieben, aber welche Botschaft soll damit bitteschön mein Herz erreichen? In welcher Blutsuppe mag der Ideengeber wohl im Augenblick seiner Schöpfung gerührt haben? Er hätte auch gleich Kleinen-Kälbern-den-Kopf-Abtrenner erfinden können oder Tote-Tiere-Abschmecker, damit hätte er vermutlich den gleichen Effekt erzielt.

Setzen musste ich mich dann, als ich las, dass auf derselben Verpackung noch eine weitere kreative Höchstleistung der Self-made-Propagandisten zu finden war, die wohl bei den Marketing-Helden von Saturn abgekupfert war. Die Metzgereien, die sich zum Fleischveredeln zusammengetan haben, findet man im World Wide Web unter der Adresse www.wir-wissen-fleisch.de – das ist selbst für einen Fan von Wurstbrot und Sonntagsbraten eine Nummer zu viel.

Ich sitze hier, schaue auf die Spaghetti Bolognese, die der freundliche Mann vom indo-türkischen Liefer-Italiener soeben gebracht hat und wäge ab, wie hoch wohl der Anteil an Pferdefleisch in der Hackfleischsoße sein mag. Wenigstens sieht man auf der Verpackung keine glücklichen Gäule auf einer Koppel grasen verbunden mit dem Spruch Black Beauty kann Hackfleisch.

Eine Chance sehe ich noch: Vielleicht wird uns irgendwann wirklich geholfen und eine internationale Großinvestorengruppe kauft total billig Saturn und EDEKA und wirbt fortan mit dem Spruch Wir haben Technik und EDEKA gekauft, und ab jetzt reden wir wieder normal. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Gepostet am 27.02.2013


Valentinstag

Sollte sich jemand fragen, warum der Valentinstag Valentinstag heißt und warum diese gezielte Schenkerei von Blumen und Süßwaren immer ausufernder wird – hier zwei von vielen möglichen Erklärungen:

Der Priester (anderen Überlieferungen nach Bischof) Valentin von Rom soll im 3. Jahrhundert nach Christus Liebespaare getraut haben, obwohl dies zu dieser Zeit nach einem Erlass des damaligen Kaisers Claudius II. streng verboten war. Zudem soll jener Valentin einen Garten mit wunderbaren Blumen gepflegt haben, die er den frisch Verheirateten geschenkt haben soll. Für all die guten Taten soll er dann am 14. Februar 269 enthauptet worden sein. In diesem Zusammenhang erscheint das Verschenken einer blutroten Rose zumindest fragwürdig.

Andere behaupten, die Wurzeln des Valentinstages lägen zwar im antiken Rom, aber mit anderem Ursprung. Man soll am 14. Februar der Göttin Juno, der Beschützerin von Ehe und Familie, gedacht und dies bekundet haben, indem man den geliebten Frauen Blumen schenkte.

Es liegt zu all dem der Verdacht nahe, dass in einer Gesellschaft, die ohne Unterlass neue Anlässe sucht, um zu feiern jede noch so kleine Chance ergreift, einen ganz normalen Tag zu einem Feiertag zu machen. Anders ist auch die jährlich immer stärker werdende Bedeutung von Halloween nicht zu erklären. Die immer größer werdende europäische Feiergemeinschaft hat auch hier in den 1990er Jahren erkannt, dass man in Allerheiligen doch einfach ordentlich reinfeiern könne. Was für die katholischen Iren gut ist, kann für den Rest Europas doch nicht schlecht sein.

Echte Schmunkerinnen und Schmunker brauchen solche rituellen Feieranlässe nicht. Sie schenken den Menschen, die sie lieben, sowieso ein Schmunzeln so oft es nur geht. Gerne auch mit Blumen und leckeren Kleinigkeiten, aber nicht, weil es ihnen irgendjemand vorschreibt, sondern weil es ihnen ein Bedürfnis ist. Als Alternative zum Verschenken völlig überteuerter Blumen könnte man einen lieben Menschen am Valentinstag einfach in den Arm nehmen und ihm ins Ohr flüstern, wie froh man ist, dass es ihn gibt. Wenn diese Umarmung einfach die entscheidenden paar Sekunden länger dauert als die sonstigen, ist davon auszugehen, dass die liebevolle Wirkung langsamer verwelkt als einige der über 990 Millionen Rosen, die jedes Jahr vor allem aus Afrika und Südamerika nach Deutschland gebracht werden.

Gepostet am 13.02.2013


Schmunken 2013

Für echte Schmunkerinnen und Schmunker wechselt zwar am 31.12. um Mitternacht die Jahreszahl, nicht aber die grundsätzliche Lebenseinstellung. Vermutlich überall auf der Welt werden gute Vorsätze für das neue Jahr gefasst und den Menschen, die man liebt oder mag, Glück gewünscht. Alles Dinge, die wunderbar mit einem Schmunzeln harmonieren.
Übrigens: Das erste Schmunzeln 2013 verschenken die Bewohner der Weihnachtsinsel Kiritimati im Zentralpazifik – und zwar um 11 Uhr vormittags unserer Zeit. Während wir uns noch auf die bevorstehende Feiernacht vorbereiten, schicken sie bereits ihre guten Wünsche in die Welt. Dagegen streiten sich die Experten, wer das letzte Neujahrsschmunzeln absendet. Die einen behaupten, um 11 Uhr vormittags – wenn wir noch schlafen, weil uns die mitternächtlichen Schmunzeleskapaden mitgenommen haben – würden die letzten Schmunker auf Hawaii dem neuen Jahr zuprosten. Die anderen meinen, um 12 Uhr mittags unserer Zeit sind die Einwohner von Samoa diejenigen, die den Neujahrsbegrüßungsreigen beschließen. Egal, wer recht hat, wir wünschen uns, dass es möglichst vielen Menschen auf der Welt gelingen mag, 2013 mit einem fröhlichen Schmunzeln zu begrüßen.

Es gibt außerdem ungewöhnliche Bräuche in der Silvesternacht: Italiener tragen rote Unterwäsche, Spanier glauben daran, dass Weintrauben auf der Silvestertafel Glück bringen und in Russland gibt es in der Neujahrsnacht Geschenke. In Bulgarien gehen Kinder von Haus zu Haus und peitschen den Bewohnern sanft den Rücken, während die Griechen zocken wie die Wilden. Wer im Spiel gewinnt, hat angeblich das ganze Jahr über Glück, wer verliert, dem blüht die große Liebe. Und in den USA soll der Genuss von Linsensuppe Glück bringen. Aha. Hauptsache, es hilft.

Kleiner Schmunktipp: Wie wäre es mit dem guten Vorsatz, im Jahr 2013 jeden Tag einmal einen anderen Menschen zu schmunken? Das kann dazu führen, dass es ein richtig gutes Jahr wird. Viel Vergnügen!

Auf ein tolles neues Jahr!

Gepostet am 07.01.2013


Schmunki Schmunker auf Facebook

Endlich ist unser guter Geist auch auf Facebook vertreten. Auf seiner Seite treffen sich alle, die Freude am schmunken finden und sich mit anderen darüber austauschen möchten. Es ist der ideale Ort, um sich gegenseitig Schmunktipps zu geben und zu posten, wen man wann und wie geschmunkt hat. Oder ob man selbst geschmunkt wurde. Schmunki ist auf der Suche nach so vielen Freundinnen und Freunden wie nur möglich. Also bitte nicht zögern und sofort eine Freundschaftsanfrage senden!

https://www.facebook.com/schmunki.schmunker

Gepostet am 17.12.2012


Tolles Weihnachtsgeschenk gesucht?


Neben Parfum, Bekleidung und elektronischem High-Tech werden auch dieses Jahr wieder Unmengen an Büchern unter den Weihnachtsbäumen landen. Im Schnitt gibt jeder Bürger knapp 300€ für Geschenke aus. Das Verschenken von Gutscheinen oder Bargeld wird immer beliebter. So manches Sparbuch wechselt am 24.12. den Besitzer. Warum nicht stilvoll mehrere Dinge verbinden? Bei gerade mal einem Prozent Verzinsung ist es vielleicht schöner, das Geld mit einem Schmunzeln als mit einem Sparauftrag zu verschenken. Unsere Idee: machen Sie den Zweiten Sieger doch zu Ihrem ganz persönlichen Geld-Schmunzel-Geschenk! Wenn Sie beispielsweise einem lieben Menschen 200€ schenken möchten, besorgen Sie sich vierzig 5€-Scheine und legen auf jede sechste Seite des Buches einen Schein. Da schmunzelt der Empfänger mit Sicherheit. Das geht natürlich mit kleineren und größeren Summen genauso, man muss nur die Seitenzahl oder die Größe des Geldscheines variieren. Von Geldgeschenken unter 20€ ist bei dieser Form des Schmunzelgeschenks abzuraten, weil die Scheine vielleicht niemals gefunden werden, denn nicht jedes Buch wird Seite für Seite komplett gelesen.

Gepostet am 03.12.2012


Zweiter Sieger – druckfrisch

Das Buch mit schmunzeligen Kurzgeschichten unseres schmunken.de-Autors Paul Tommek ist gerade erst aus der Druckerei gekommen und riecht noch wunderbar nach neuem Buch. Es wird überall dort erhältlich sein, wo Sie sich Ihre Bücher am liebsten kaufen. Ob im Internet bei amazon.de, buchhandel.de, buch24.de, hugendubel.de, buecher.de und vielen anderen oder natürlich bei Ihrem persönlichen Buchhändler um die Ecke – verschenken Sie ein Schmunzeln!

Gepostet am 03.12.2012